Ihre Bewerbung war erfolgreich und die Zusage zu einem Praktikum haben Sie bereits erhalten? Dann sollten Sie sich nicht zurück lehnen und der Dinge harren, die da kommen mögen. Denn auch im Praktikumsalltag gibt es Verhaltensregeln, über die man sich im Vorfeld informieren und an die man sich halten sollte.
Der erste Punkt, den Sie beachten sollten: Pünktlichkeit ist wichtig! Planen Sie also Staus oder Verzögerungen von öffentlichen Verkehrsmitteln möglichst mit ein und seien Sie lieber etwas zu früh als zu spät vor Ort.
Was die Kleidung betrifft, so sollte sie der Branche bzw. dem Unternehmen entsprechend ausgewählt werden. Kleiden Sie sich vor allem zu Anfang aber lieber zu förmlich als zu leger. Auch bei einem Praktikum zählt natürlich der erste Eindruck.
Wichtig für Ihre Arbeit als Praktikant ist ein direkter Ansprechpartner. Wenn Ihnen keiner zugeteilt wird und Sie von Anfang an ganz auf sich allein gestellt sind können Sie ruhig nachfragen. Bei kleineren Problemen bietet es sich allerdings an, erstmal die übrigen Praktikanten und Mitarbeiter zu fragen.
Gerade bei längeren Praktika ist ein Praktikumsplan sehr nützlich. In diesem sollte festgelegt sein, wann Sie welche Aufgaben zu erledigen haben bzw. wann Sie in welchen Abteilungen des Unternehmens arbeiten sollen und wann Seminare und ähnliches besucht werden sollen. Auch Ziele können in einem solchen Praktikumsplan vermerkt werden. Bei Pflichtpraktika sind Praktikumspläne Standard, bei freiwilligen Praktika nicht.
Grundsätzlich sollten Sie sich immer vor Augen führen: Sie wollen während Ihres Praktikums etwas lernen. Verstehen Sie etwas nicht oder erhalten Sie zu einem bestimmten Sachverhalt nicht genug Informationen - fragen Sie nach! Fragen werden häufig weniger als Schwäche oder Inkompetenz gewertet als vielmehr als Wissensdurst und Engagement.
Und auch Ehrlichkeit ist wichtig. Wenn Sie sich überfordert oder unterfordert fühlen, Ihnen permanent langweilig ist oder sie nur zu Hilfstätigkeiten eingeteilt werden - machen Sie den Mund auf! Natürlich müssen Sie auch bei Beschwerden immer höflich und nett bleiben und nicht zu oft und zu hartnäckig nachhaken.
Ein Praktikum dient häufig auch dazu, Kontakte zu knüpfen: Sie sollten sich aber nicht nur mit Ihrem Chef und den leitenden Angestellten gut stellen, sondern zu allen Angestellten freundlich sein und grundsätzlich jeden grüßen - auch Hausmeister und Sekretärinnen.
Diesbezüglich gibt es einige Verhaltensregeln, an die man sich halten sollte. Grundsätzlich sollten Sie warten, bis Ihnen das Du angeboten wird und bis Ihnen die Hand entgegen gestreckt wird. Im Vorbeigehen ist es allerdings an Ihnen, zuerst zu grüßen, und zwar ausnahmslos alle Mitarbeiter. Bleiben Sie immer höflich, doch bemühen Sie sich, nicht zu devot zu wirken. Bringen Sie ruhig ehrliche und konstruktive Kritik an. Das kommt in den meisten Fällen gut an, denn Sie zeigen auf diesem Wege Eigeninitiative.
Ganz wichtig: lästern Sie nie mit anderen Angestellten über Mitarbeiter oder den Chef. Gleiches gilt für Betriebsgeheimnisse. Niemals ausplaudern lautet die Devise.
Rauchen sollten sie nur in vorgeschriebenen Räumen und in Pausen.
Ein weiterer Punkt: So gut wie jeder Angestellte erledigt während der Arbeitszeit auch persönliche Angelegenheiten. Dies sollten Sie aber wirklich nur in Maßen tun und persönliche Gespräche oder Mails auf später verschieben.